Tipps

Einige Tipps und Aregungen von AL-KU

zur Pflege und Bedienung Ihrer Fenster und für richtiges Lüften


Kunststofffenster

Mit dem Kunststoff-Fenster haben Sie ein hochwertiges Markenfenster erworben. Diese Anleitung möchte Ihnen einige Pflege- und Lüftungstipps geben, damit Sie auch über lange Zeit nur Freude an diesen Fenstern haben.

Montage

Die Kunststoff-Fenster wurden mit Sorgfalt und Präzision hergestellt und fachgerecht montiert.

Achtung

Sind Fenster noch nicht eingeputzt, belassen Sie unbedingt die Justierkeile zwischen Mauerwerk und Rahmen, diese ermöglichen die einwandfreie Bedienbarkeit des Fensterflügels und dürfen nicht entfernt werden. Sie werden in den Putz oder in die Versiegelung mit einbezogen. Nach der Montage ist das Absaugen des unteren Blendrahmens mit einer spitzen Staubsaugerdüse empfehlenswert. Mögliche Metallspäne vom Einbau etc., verursachen ansonsten Rostflecken. Nach dem Einbau sind vorhandene Schutzfolien zu entfernen. Zum Schutz gegen Verschmutzung bei Folgearbeiten dürfen nur die von AL-KU empfohlenen Folien verwendet werden!

Bedienung

An Ihren Fenstern sind Markenbeschläge montiert. Beachten Sie bitte, dass der Griff stets in der Stellung senkrecht oben, waagerecht oder senkrecht unten verbleibt. Zwischenstellungen verursachen Fehlbedienungen (ausgenommen Beschläge mit Spaltlüftung). So kann es passieren, dass sich der Fensterflügel im gekippten Zustand auch noch drehen lässt. Erschrecken Sie nicht. Die sogenannte Schere des Beschlages hält den Flügel oben sicher fest. Stellen Sie den Griff nach oben oder unten (Kippstellung), schliessen Sie das Fenster und drehen Sie den Griff anschliessend waagerecht (Drehstellung).

Reinigung der Rahmen

Normal verschmutzte Fensterrahmen können leicht mit handwarmem Wasser, unter Zusatz eines Geschirrspülmittels, gereinigt werden. Die Anwendung von Scheuermitteln sowie eine trockene Reinigung mit dem Staubtuch o. ä. ist unbedingt zu vermeiden.

Rostflecken

Diese Erscheinung kann auch durch metallische Verunreinigungen der Luft auftreten. Stark verschmutzte Rahmen können auch ohne grosse Mühe mit einem speziellen Reiniger gepflegt werden.

Streng verboten

Alle lösungsmittelhaltigen Reinigungs- und Poliermittel dürfen nicht verwendet werden, speziell auch Nagellackentferner oder sogenannte «Plastikreiniger».

Dichtungen

Auch die umlaufenden Dichtungen sollten regelmässig von Staub und anderen Ablagerungen befreit werden. Ist einmal eine Dichtung aus ihrer Haltenut gezogen worden, so können Sie mit dem Daumen, beginnend am festsitzenden Teil, die Dichtung wieder in die Nut eindrücken. Vermeiden Sie spitze Gegenstände, Sie könnten damit die Dichtung beschädigen.

Glas reinigen

Glas reinigt man am besten mit klarem, warmem Wasser mit Hilfe eines guten Fensterleders. Dabei können von den Dichtungen, falls Sie zu kräftig darüberreiben, schwarze Streifen auf das Leder übertragen werden. Wenn erforderlich, kann dem Wasser ein wenig Spülmittel zugesetzt werden. Die Anwendung von aggressiven oder lösungsmittelhaltigen Pflegemitteln ist zu vermeiden.

Glas

Im Gegensatz zu den alten Einfachscheiben sehen Sie durch Ihre neuen Isoliergläser alles verzerrungsfrei. Dies beruht auf den besonders planen Oberflächen. Unter bestimmten Sonneneinfallswinkeln können infolge der Lichtbrechung auf den planen und parallelen Glasscheiben Regenbogenfarben sichtbar werden (Interferenzerscheinungen). Diese physikalische Erscheinung ist kein Qualitätsmangel und deshalb auch kein Reklamationsgrund.

Isolierglas

Isoliergläser bestehen aus zwei oder mehreren Glasscheiben. Zwischen den Scheiben befindet sich getrocknete Luft oder ein spezielles Gas. Am Rand werden die Isoliergläser mit einer speziellen Dichtungsmasse luft- und feuchtigkeitsdicht versiegelt. Die Isolierfähigkeit beruht alleine auf der geringen Wärmeleitfähigkeit der eingeschlossenen Luft.

Schwitzwasser

Unter bestimmten Klimaverhältnissen können sowohl Glas als auch die Rahmen sowie andere Bauteile «schwitzen».

Hierzu einige Beispiele aus dem täglichen Leben

Nehmen Sie eine Flasche aus dem Kühlschrank und stellen sie diese auf den Tisch. Sie werden sehen, dass diese Flasche innerhalb kurzer Zeit beschlägt. Brillengläser beschlagen sofort, wenn man von draussen in einen geheizten Raum kommt. Dies ist dadurch zu erklären, dass warme Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, als kalte. Beim Zusammentreffen der warmen Luft mit der kühleren Oberfläche, kühlt diese Luft ab und diejenige Feuchtigkeitsmenge, die bei der niedrigen Temperatur nicht mehr aufgenommen werden kann, wird dort als Schwitzwasser sichtbar. Diese Erscheinung tritt besonders dann auf, wenn hohe Feuchtigkeit und tiefe Aussentemperaturen zusammenkommen.

Der Nutzung entsprechend treten hohe Luftfeuchtigkeiten vorwiegend in Bädern, Küchen und Schlafräumen auf, aber auch in Wohnräumen, wenn sich darin viele Pflanzen befinden. Das Schwitzwasser zeigt sich besonders im unteren Bereich der Isolierglasscheibe, wenn die von Heizungen aufsteigende Warmluft wegen vorstehender Fensterbänke diese Fensterflächen erreicht. Voraussetzung, dass diese Erscheinung möglichst nicht auftreten kann, ist richtiges Lüften!

Richtiges Lüften

Ihre Kunststoff-Fenster sind wesentlich fugendichter als Ihre bisherigen Fenster. Ihre Wohnung unterliegt damit auch nicht mehr einer unkontrollierten Dauerlüftung (Undichtheiten). Sie können die Lüftungsvorhänge jetzt Ihren Bedürfnissen entsprechend regulieren. Der Ausgleich des Wasserhaushaltes unseres Körpers durch Atemluft und Schwitzen sowie der beim Kochen und Waschen entstehende Wasserdampf beeinflussen die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen negativ (allein beim Schlafen gibt man pro Person und Nacht ca. 1-2 Liter Feuchtigkeit ab.)

Regelmässiges Lüften von Innenräumen verhindert hohe Luftfeuchtigkeiten und damit eventuell auftretendes Pilzwachstum (Schimmelbildung). Dadurch wird die Lebensdauer von Anstrichen, Beschichtungen, Tapeten, Decken- und Wandverkleidungen, Fussbodenbelägen sowie der Einrichtungsgegenstände und Gardinen erhöht.

Kurz, aber intensiv lüften, am besten mit Durchzug durch Öffnen aller Fenster (Stosslüftung). Je nach Aussentemperatur genügen etwa 5 Minuten. Zu langes Lüften kühlt unnötig die Innenwände ab und ist unwirtschaftlich. Lüften Sie im Laufe des Tages die Räume je nach Nutzung 3-4 mal. Während des Lüftens sollten die Fenster weit geöffnet sein, die Heizung wird abgeschaltet. Nach Schließen der Fenster je nach Nutzung wieder heizen.

Das ständige Offenhalten von Fensterflügeln auch in Kippstellung ist für den Lüftungserfolg nicht ausreichend. Die Lüftung muss ausschliesslich mit Aussenluft erfolgen, da kalte Luft immer nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Feuchte Raumluft sollte niemals in andere Räume geleitet werden, sondern immer direkt nach aussen! Nach dem Schliessen der Fenster erwärmt sich die Frischluft infolge der im Baukörper gespeicherten Wärme innerhalb von wenigen Minuten. Ein beschlagenes Fenster ist das Signal zum Lüften, da die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum zu hoch ist. Durch Lüften sorgen Sie gleichzeitig auch für ein ausgeglichenes Wohnklima.

Ein Tipp zum richtigen Lüften

Die Lüftungsdauer in der kalten Jahreszeit können Sie selbst sehr einfach kontrollieren: Wenn Sie das Fenster öffnen, wird sofort die kalte Aussenscheibe des Glases beschlagen. Sobald dieser Belag verschwunden und die Glasfläche wieder blank ist, schliessen Sie Ihr Fenster wieder. Während dieser Zeit ist die verbrauchte Luft ausgetauscht worden, Wände und Mobiliar sind aber noch nicht abgekühlt.

Beschlagswartung

Einmal jährlich sollten alle beweglichen Teile der Beschläge mit einem harz- und säurefreien Öl oder Fett behandelt werden. Die Schwergängigkeit zeigt Ihnen eventuell schon früher diese notwendige Wartung an.

Fenster klemmen

Die Beschläge besitzen Nachstellmöglichkeiten. Sie sollten diese Justierungen dem Fachmann, also Ihrem Fensterlieferanten überlassen. Nur er kann genau beurteilen, was zu tun ist.

Nichts einklemmen

Klemmen Sie auf gar keinen Fall einen Holzklotz oder etwas anderes am Fenster ein, um ein Zuschlagen zu verhindern. Funktionsstörungen und Beschädigungen können die Folge sein.