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Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider treffen sich mit der Generalsekretärin der Frankophonie

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Francophonie

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Bild ZVG Université Savoie Mont Blanc

Die Schweiz bekräftigt ihren Einsatz für die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF), der sie vor 30 Jahren beigetreten ist, in einem von Polarisierung und knappen finanziellen Mitteln geprägten geopolitischen Umfeld. Bei ihrem Treffen mit OIF-Generalsekretärin Louise Mushikiwabo in Bern unterstrichen Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, wie wichtig es sei, sich weiterhin für eine nützliche und effiziente OIF einzusetzen und die sprachliche und kulturelle Vielfalt zu fördern. Sie betonten insbesondere die Bedeutung des Erlernens von Sprachen als Instrument des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses und hoben die Herausforderungen im Zusammenhang mit der digitalen Gouvernanz hervor.

Der Besuch von OIF-Generalsekretärin Louise Mushikiwabo steht im Zusammenhang mit dem 30-Jahr-Jubiläum des Beitritts der Schweiz zur Frankophonie und dem nächsten Gipfel der OIF, der im November 2026 in Kambodscha stattfindet. Das 30-Jahr-Jubiläum wurde mit einem Anlass in der Schweizerischen Nationalbibliothek begangen, an dem Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, OIF-Generalsekretärin Louise Mushikiwabo sowie französischsprachige Botschafterinnen und Botschafter, Parlamentsmitglieder und zahlreiche Persönlichkeiten teilnahmen, die sich für die Frankophonie und die Mehrsprachigkeit einsetzen.

Am Rande der Feierlichkeiten diskutierten Bundesrat Ignazio Cassis und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider mit der Generalsekretärin der OIF über die Herausforderungen, die die Frankophonie in einem internationalen Kontext, der von Polarisierung, Misstrauen und der Infragestellung des Multilateralismus geprägt ist, bewältigen muss. Sie unterstrichen ihr gemeinsames Interesse an der Erhaltung einer effizienten, relevanten und nützlichen Organisation für die 90 Staaten und Regierungen des frankophonen Raums. Louise Mushikiwabo dankte der Schweiz für die solide Partnerschaft sowie für ihr Eintreten für einen anspruchsvollen und pragmatischen Multilateralismus.

Die Schweiz erachtet die Frankophonie seit ihrem Beitritt zur OIF im Jahr 1996 als einen privilegierten Raum für den Dialog, der es erlaubt, die Themen Demokratie, Frieden und Menschenrechte durch sprachliche Vielfalt und Pluralität der Ideen zu fördern. Die OIF verfügt zudem über grosses Potenzial, wenn es darum geht, konkrete Antworten auf aktuelle Herausforderungen, vor allem im Bereich der technologischen Entwicklungen, zu finden.

Vielversprechend ist insbesondere die verstärkte Zusammenarbeit mit dem internationalen Genf, das für sein Fachwissen im Bereich der digitalen Gouvernanz bekannt ist, namentlich aufgrund des OIF-Zentrums für digitale Ressourcen, einer 2024 auf Anregung der Schweiz geschaffenen Austauschplattform zur Förderung von Bildung und technologischer Innovation im französischsprachigen Raum.

Die OIF zählt heute 53 Mitgliedstaaten, 32 Staaten mit Beobachterstatus und 5 assoziierte Mitglieder. Ihr gehört somit über ein Drittel der UNO-Mitgliedstaaten an. 2026 beläuft sich der statutarische Beitrag der Schweiz an die OIF auf 4,1 Millionen Franken. Damit ist die Schweiz der drittgrösste Beitragszahler nach Frankreich und Kanada. Neben der Frankophonie beteiligt sich die Schweiz an verschiedenen Initiativen in den Bereichen Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt, beispielsweise an der Gemeinschaft der Italophonie, der Emna da la lingua rumantscha und ähnlichen Treffen, die im deutsch- und portugiesischsprachigen Raum organisiert werden.

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

4.6.2026


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