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Energiequellen von Gebäuden 2024: Wärmepumpen verbreiteter als Heizöl

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2024 wurden im Kanton Luzern 29'222 Gebäude mit Wohnnutzung mit fossilen Energieträgern (Heizöl oder Gas) beheizt. Dies sind gut zwei Fünftel aller Wohngebäude (41,4%). Der Wert liegt damit unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 52,2 Prozent. Ein Drittel (33,2%) aller Luzerner Wohngebäude wurde mit Wärmepumpen beheizt. Gesamtschweizerisch waren es knapp ein Viertel (23,0%). Dies zeigen die neusten Zahlen der Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamts für Statistik.

Kaum noch fossile Energiequellen in Gebäuden neueren Datums

Im Kanton Luzern wurde 2024 mit 23'436 Gebäuden ein Drittel (33,2%) der Gebäude, die ganz oder teilweise der Wohnnutzung dienen, mit Hilfe von Wärmepumpen beheizt. Damit waren die Energiequellen für Wärmepumpen – wie beispielsweise Luft, Geothermie oder Wasser – verbreiteter als Heizöl, welches in 22'520 Wohngebäuden (31,9%) zum Einsatz kam und die zweitwichtigste Energiequelle darstellte. In 10'231 Wohngebäuden wurde Holz zum Heizen verwendet; dies entspricht 14,5 Prozent aller Wohngebäude. Deutlich weniger verbreitet waren Gas (9,5%), Fernwärme (5,2%) oder Elektrizität (4,8%).

12 Prozent aller Wohngebäude im Kanton Luzern wurden in der Bauperiode ab 2011 erstellt. In 9 von 10 (89,4%) dieser 8'486 Gebäude neueren Baudatums kommen Wärmepumpen (80,6%) oder Fernwärme (8,8%) zum Einsatz. Erdöl und Gas spielen dort kaum noch eine Rolle. Lediglich 3,4 Prozent der Gebäude aus der Bauperiode ab 2011 werden entweder mit Erdöl (1,3%) oder Gas (2,1%) beheizt. Dennoch ist zu bedenken: Mit 11'936 Gebäuden oder 16,9 Prozent des gesamten Gebäudeparks stammen etwas mehr Wohngebäude aus den Jahren 1946–1970. In über der Hälfte (54%) dieser Gebäude stehen Ölheizungen im Einsatz, bei 11,2 Prozent wird Gas als Heizenergie verwendet.

Wärmepumpen auch für die Warmwasseraufbereitung am häufigsten

2024 waren bei gut einem Viertel (26,9%) der Wohngebäude Wärmepumpen für die Warmwasseraufbereitung im Einsatz. Damit waren Wärmepumpen auch für das Warmwasser die häufigste Energiequelle – dicht gefolgt von Elektrizität (26,4%), welche für die Warmwasseraufbereitung eine viel bedeutendere Rolle spielt als für die Heizung. In gut einem Fünftel (22,2%) der Gebäude war Heizöl der Energieträger für Warmwasser. Holz (10,0%), Gas (7,6%), Fernwärme (3,8%) und Solarthermie (1,2%) wurden dagegen nur selten genutzt.

Quelle: LUSTAT Statistik Luzern

10.10.2025


Quelle und Aktualität der Daten: Veränderungen aufgrund von Bereinigungen

Seit 2009 werden die Daten zur Wärmeversorgung von Wohngebäuden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) erhoben. Die Angaben zu den Energieträgern für die Heizung und Warmwasserversorgung stammen dabei aus dem Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Die Nachführung des GWR erfolgt durch die Baubewilligungsbehörden der Gemeinden im Zuge der kontinuierlichen Erhebung von bewilligungspflichtigen Bauprojekten.

In der zweiten Jahreshälfte 2024 haben viele Gemeinden unter Federführung und mit Unterstützung der Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) die Angaben im GWR systematisch mit Hilfe von ergänzenden, sekundären Informationsquellen aktualisiert. Während per 31.12.2023 noch über Hälfte (52%) der Energieinformationen von Wohngebäuden auf der Volkszählung 2000 basiert hatten, waren es ein Jahr später lediglich noch 34 Prozent. Die gegenüber dem Vorjahr teils deutlich veränderte Verbreitung einzelner Energiequellen dürfte entsprechend zu einem wesentlichen Teil auf Aktualisierungs- und Bereinigungsaktivitäten zurückzuführen sein und weniger eine reale Veränderung abbilden.

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