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Forgis ist einer der Gewinner bei ABB Startup Challenge

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ABB Startup Challenge

ABB Startup Challenge

Bild ZVG ABB

Forgis aus Schlieren ist unter den sechs internationalen Gewinnern der ABB Startup Challenge 2026. Forgis erhält 30'000 Dollar, um in Kooperation mit dem Züricher Konzern innerhalb von sechs Monaten seine zentrale Schnittstelle für die Automatisierung ganzer Fabriken weiterzuentwickeln.

ABB hat die sechs Gewinner seiner Startup Challenge 2026 bekanntgegeben. Das ABB-Programm zeichnet weltweit eine neue Generation von Start-ups aus, die innovative, auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Lösungen zur Verbesserung von Energieeffizienz, Resilienz und Nachhaltigkeit in Industrie, Gebäuden und Stromnetzen entwickeln, und fördert diese. Das einzige Unternehmen aus einem deutschsprachigen Land ist die Forgis AG, die seit Dezember 2025 im Innovation Campus JED in Schlieren ansässig ist. Wie alle anderen Gewinner erhält auch Forgis von ABB 30'000 Dollar als Kooperationsfinanzierung, um innerhalb von sechs Monaten gemeinsam mit dem Konzern ein minimal funktionsfähiges Produkt (Minimum Viable Product, MVP) zu entwickeln.

Forgis arbeitet am Gehirn von Fabriken, einer zentralen Schnittstelle, die Maschinen aller Hersteller, die notwendigen Informationen und deren Logik miteinander verbindet. So soll aus isolierter Automatisierung ein Netzwerk intelligenter Organismen entstehen. Mithilfe von KI, die mit Industriedaten trainiert wurde, automatisiert Forgis Aufgaben, die üblicherweise Fachleute für Programmierung, Konfiguration, Inbetriebnahme und Diagnose erfordern. Die Plattform von Forgis erkennt Fehler frühzeitig und optimiert Rüstzeiten, Verfügbarkeit, Durchsatz, Qualität und Energieeffizienz. Weil Forgis laut ABB „Herstellern hilft, im Wettbewerb auf Basis von Intelligenz statt Arbeitskosten zu bestehen, unterstützt das Unternehmen damit die Rückverlagerung von Produktionsstätten und stärkt die Resilienz der Industrie“.

Zu den weiteren Gewinnern zählt Sesame Sustainability aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Dessen Plattform analysiert die Anlagen eines Unternehmens innerhalb weniger Tage und empfiehlt einen Dekarbonisierungsplan mit den kostengünstigsten Optionen für Elektrifizierung, Microgrids, Batteriespeicher und Lastmanagement.

MorphoAI aus New York automatisiert die Entwicklung von Leistungsschaltern und reduziert so den manuellen Arbeitsaufwand von Monaten auf wenige Stunden. Bisly aus der estnischen Hauptstadt Talinn hat eine auf digitalen Zwillingen basierende Gebäudeautomationsplattform entwickelt, die die Implementierung intelligenter Gebäudesysteme vereinfacht, indem sie die Planungs- und Inbetriebnahmearbeiten vor der eigentlichen Bauphase durchführt.

Die in Barcelona ansässige Firma eRoots Analytics hat die Erstellung digitaler Zwillinge für Leistungselektronik-Umrichter automatisiert und den Arbeitsaufwand von Wochen auf Stunden reduziert. Faraday Predictive aus dem britischen Cambridge überwacht mithilfe sensorloser, physikbasierter Technologie ganze Motorsysteme für die vorausschauende Wartung – ohne zusätzliche Hardware, ausschliesslich durch Spannungs- und Stromsignale. Dabei werden patentierte Algorithmen ohne weitere Kosten direkt in das ABB-Antriebsökosystem integriert.

Quelle: Stadt Baden

22.4.2026

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