Gebietsentwicklung Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch – Kreditantrag zur Erarbeitung eines regionalen Sachplans und zur Vorbereitung einer Teiländerung der Ortsplanung
Die Einwohnerräte der Gemeinden Brugg und Windisch werden im Juni über einen weiteren Planungskredit für die Gebietsentwicklung des Stadtraums Bahnhof Brugg Windisch entscheiden. Grundlage hierfür bilden die Ergebnisse der durchgeführten Testplanung. Diese werden nun in einem regionalen Sachplan zusammengeführt, in dem die planerischen Grundsätze und Leitlinien beschrieben und als behördenverbindliches Planungsinstrument festgelegt werden.
Der regionale Sachplan schafft die verbindliche Grundlage für die weitere Nutzungsplanung und definiert die Ziele der regionalen, überkommunalen Entwicklung des Stadtraums Bahnhof Brugg Windisch. Er dient der Abstimmung zwischen den beiden Gemeinden sowie den verschiedenen Vertragspartnern, bildet deren Konsens ab und stellt die Basis für die politischen Entscheide und die nachfolgenden Planungsschritte dar.
Im Rahmen des regionalen Sachplans werden die Schwerpunkte in den Themenbereichen Städtebau und Architektur, Freiraum und Stadtklima, Mobilität und Verkehr, Sozialraum und Nutzung, Markt und Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit und Klimaneutralität verbindlich und präzise festgelegt. Besonderes Augenmerk gilt dabei den gemeindeübergreifenden Elementen, den Sichtbeziehungen sowie der Gestaltung von Plätzen, die verbindlich geklärt werden sollen.
Der visionäre Charakter der Gebietsentwicklung wird im regionalen Sachplan behördenverbindlich verankert, bleibt jedoch bewusst ausreichend abstrakt, um zusätzliche Erkenntnisse aus weiteren Planungsschritten berücksichtigen zu können. Damit schafft der regionale Sachplan Transparenz und Planungssicherheit gegenüber der Bevölkerung, zukünftigen Nutzenden sowie weiteren Betroffenen.
Für diesen Prozess wird mit Gesamtkosten von rund CHF 1’560’000 gerechnet. Davon tragen die beiden Standortgemeinden 56 Prozent der Kosten, während die übrigen Projektpartner die restlichen 44 Prozent übernehmen.
Die Bevölkerung und relevante Stakeholder werden über verschiedene Informations- und Partizipationsformate in den Prozess einbezogen. Dazu gehören unter anderem die Echogruppe, der Stadtkiosk, das Format 1 / 2 „Stadtraum Update“, die Projektwebsite, das Mitwirkungsverfahren sowie Informationsveranstaltungen. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und in die Planung zu integrieren.
Derzeit läuft das Auswahlverfahren für ein Planerteam, das die regionale Sachplanung gemeinsam mit den Projektpartnern erarbeiten wird. Vorbehältlich der Zustimmung aller Projektpartner zum erforderlichen Kredit ist vorgesehen, dass das ausgewählte Planerteam im August 2026 mit den Arbeiten beginnt.
Quelle: Stadt Brugg
7.5. 2026
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite www.stadtraumbahnhof.ch