Stadt Luzern fördert E-Mobilität und erhöht Beiträge für den Heizungsersatz
Gezieltere Förderung für den Heizungsersatz, neue attraktive Förderung der E-Mobilität: Die Stadt Luzern verstärkt ihr Engagement im Bereich Energiewende und Klimaschutz. Die zwei entsprechenden Förderprogramme sind bereits in Kraft.
Gemäss der städtischen Klima- und Energiestrategie sollen die Treibhausgasemissionen aus dem Verbrauch von Gas, Öl, Benzin, Diesel, Kerosin und Strom bis 2040 auf null gesenkt werden. Dabei spielen der Verkehr und die Gebäude eine sehr grosse Rolle: Fossil betriebene Fahrzeuge und Heizungen verursachen gut 30 beziehungsweise gut 40 Prozent der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf Stadtgebiet, zusammen also rund drei Viertel.
Höhere Beiträge für den Ersatz von fossilen Heizungen
Die Stadt Luzern unterstützt den Wechsel von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme schon länger. Nun wurden per Anfang 2026 das Förderprogramm inhaltlich überarbeitet und die Förderbeiträge deutlich erhöht. So werden neu beispielsweise auch Anschlüsse an ein Wärmenetz mit unter 40 Kilowatt Heizleistung gefördert. Zusammen mit den kantonalen Fördergeldern werden dadurch bis zu einem Fünftel der Investitionskosten übernommen. Ausserdem zahlt die Stadt Luzern einen Desinvestitionsbeitrag in der Höhe von bis zur Hälfte des Restwertes, wenn eine maximal zehnjährige Öl- oder Gasheizung vorzeitig ersetzt wird. Neu gilt dies nicht nur beim Anschluss an ein Wärmenetz, sondern auch beim Ersatz durch eine Wärmepumpe.
Förderung der Basis- und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität
Über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung betrachtet, verursacht ein elektrisch betriebenes Auto im Vergleich zu einem Verbrenner bloss etwa halb so viele CO2-Emissionen. Neben der Stärkung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs lohnt sich für den verbleibenden Individualverkehr somit die Förderung der E-Mobilität. Der Schlüssel dazu sind Lademöglichkeiten zuhause und am Arbeitsplatz. Hierzu unterstützt die Stadt Luzern neu Privatpersonen und Unternehmen mit Beiträgen an die Basis- und Ladeinfrastruktur. Dies gilt für private und öffentliche Parkplätze (etwa in Parkhäusern). Bei Projekten mit bis zu 50 Parkplätzen beteiligt sich die Stadt neu mit bis zu 800 Franken pro Parkplatz an den Kosten für die Infrastruktur. Der Kanton Luzern fördert noch zusätzlich.
Stadtrat Marco Baumann, Umwelt- und Mobilitätsdirektor, sagt: «Mit der Weiterentwicklung der Förderprogramme setzen wir die richtigen Anreize, um unsere klimapolitischen Ziele zu erreichen. Der Heizungsersatz ist für Liegenschaftsbesitzende ab sofort noch attraktiver. Und mit der Förderung der E-Mobilität wird der Umstieg auf erneuerbare Antriebe im Strassenverkehr wesentlich begünstigt.»
Quelle: Stadt Luzern
5.2.2026
Kostenlose Einstiegsberatungen, vielfältige Förderprogramme
Gebäude unterscheiden sich durch ihr Alter, den Zustand, die Haustechnik und den Standort. Entsprechend vielfältig sind Gebäudesanierungen. Aus der ersten Analyse lässt sich das ideale Vorgehen ableiten. Die Stadt bietet Liegenschaftsbesitzenden Beratungsangebote zu verschiedenen Themen an. Dabei sind die folgenden Einstiegsberatungen kostenlos: Energie-Coaching, Solar-Impuls und E-Auto-Ladelösungen ist für Gebäude mit geringem Energieverbrauch kostenlos: Es optimiert mit gezielten Massnahmen den Betrieb der erneuerbaren oder fossilen Heizung und senkt Heizkosten. Der GEAK-Plus geht gesamthaft auf die Dämmung, den Heizungsersatz und die Photovoltaik-Möglichkeiten ein. Um individuelle Knackpunkte in komplexen Projekten zu lösen, werden Studien, Konzepte, Pilotanlagen und Demonstrationsanlagen gefördert.
Eine Übersicht bietet die Einstiegsseite Förderprogramme Energie. Die kostenlose Umweltberatung kann den Beratungseinstieg gebäudespezifisch abschätzen und zu allem Auskunft geben. Die Seite zeigt die erneuerbare Heizmöglichkeit für jedes Gebäude der Stadt auf.