Badener Stadtforstamt: Ein Souvenir aus der Römerzeit
Das Badener Stadtforstamt lässt gemeinsam mit verschiedenen Partnern ein römisches Souvenir neu aufleben. Aus rund 2000 Jahre altem Eichenholz, geborgen aus dem Bäderquartier, entstand das Badener Römermesser.
Vor rund 2000 Jahren war Baden unter dem Namen Aquae Helveticae bekannt. Römische Legionäre aus dem nahegelegenen Legionslager Vindonissa erholten sich in den Thermalquellen und nahmen Messer mit der Inschrift Aquae Helveticae als Souvenir mit nach Hause. Funde solcher Messer belegen ihre Verbreitung im gesamten römischen Reich, von Marokko bis Syrien.
Diese Tradition greift das Stadtforstamt Baden nun wieder auf. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern entstand das Badener Römermesser, gefertigt aus Eichenholz, das um das Jahr 20 n.Chr. für die Fundamente der ersten römischen Thermen verwendet wurde. Die Hölzer wurden bei archäologischen Grabungen zwischen 2010 und 2018 geborgen.
Handarbeit trifft Geschichte
In aufwändiger Handarbeit wurden makellose Stücke des antiken Holzes ausgewählt, zugesägt und auf einer CNC-Fräse in Form gebracht. Die Klingenrohlinge aus hochwertigem Messerstahl stammen aus Frankreich und wurden in einer Schweizer Messerschleiferei von Hand fertiggestellt. «Jedes Messer ist ein Unikat und verbindet Badens älteste Geschichte mit moderner Handwerkskunst», so Stadtoberförster Georg von Graefe.
Limitierte Auflage ab Dezember
Die Messer werden bei besonderen Gelegenheiten vom Stadtforstamt verschenkt. Ab Samstag, 6. Dezember 2025, ist eine limitierte Auflage von 50 Stück, zum Herstellungspreis von CHF 170 beim Messerspezialisten Lorenzi in der Badener Altstadt erhältlich.
Quelle: Stadt Baden
4.12.2025