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Luzian Schmassmann: Bricht der 1. August Hitzerekorde?

Sommerzeit

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Foto AL-KU FENSTERTECHNIK AG

Rund um den Bundesfeiertag zeigt sich das Wetter von seiner heissesten Seite. Nachdem der Sommer bisher eher auf Sparflamme gelaufen ist, kommen nun Hitzetage mit Tropennächten. Luzian Schmassmann von SRF Meteo spricht von einer «Mini-Hitzewelle» und erklärt, weshalb nächste Woche ein Temperatursturz von rund 10 Grad droht.

Der Sommer hat mit seinen Hitzetagen lange auf sich warten lassen. Kommt nun aber eine Hitzewelle auf die Schweiz zu?

Luzian Schmassmann: Man kann die derzeitigen Temperaturen als «Mini-Hitzewelle» bezeichnen. Heute wird es in der Schweiz 30 bis lokal 33 Grad warm, am Freitag und Samstag wird es extrem heiss. Da erwarten wir verbreitet zwischen 33 und 35 Grad; lokal klettern die Temperaturen sogar noch höher.

Der Begriff «Hitzewelle» ist jedoch nicht einheitlich definiert. Im Volksmund spricht man von einer Hitzewelle, wenn die Temperaturen mehrere Tage hintereinander auf über 30 Grad ansteigen. Für Meteorologen ist die Luftfeuchtigkeit wichtig. Im Süden sind in der letzten Juli-Woche beide Kriterien erfüllt, da kann man von einer Hitzewelle sprechen.

Wo wird es besonders heiss?

Die höchsten Temperaturen werden vor allem in Genf und in der Region Basel erwartet. Da wird es am Freitag bis zu 37 Grad warm. Das sind tiefer gelegene Messstationen, wo am ehesten Hitzerekorde geknackt werden.

Ist es denn wahrscheinlich, dass in den nächsten Tagen Hitzerekorde fallen?

Dieses Wochenende kommen wir durchaus in den Bereich dieses Rekords. Der Allzeitrekord am Bundesfeiertag liegt bei 35.6 Grad – diese Temperatur wurde am 1. August 2018 in Kloten (ZH) gemessen.

Man muss aber auch sagen, dass solche Temperaturen im Sommer immer wieder vorkommen. Seit 2010 lag die Jahreshöchsttemperatur stets oberhalb von 35 Grad.

Wird es auch Tropennächte geben?

Stellenweise sind Tropennächte – also Nächte, in denen die Temperatur nie unter 20 Grad fällt – möglich. Im Tessin ist das schon seit einigen Tagen der Fall und wird wohl bis Montag so bleiben. Auch in Basel und am Genfersee, sowie lokal im Mittelland kann es bis Sonntag Tropennächte geben.

Wo ist es derzeit am angenehmsten?

Die Null-Grad-Grenze steigt auf 4400 Meter, das ist in etwa die Höhe des Matterhorns. Für eine Abkühlung muss man aber nicht zwingend so weit in die Höhe. Auf dem Säntis erwarten wir 16 Grad, auf 2000 Metern über Meer noch immer 21 Grad. In der Ebene wird es in den nächsten Tagen allerdings überall sehr heiss und trocken.

Was ist der Grund für die momentane Hitze?

Wir stehen unter Einfluss eines Hochdruckgebiets und von Südwesten gelangt sehr heisse Luft in die Schweiz. Ab Sonntag kommt eine Kaltfront auf uns zu, erwartet werden um die 26 Grad. Anfang nächster Woche wird es dann merklich kühler mit rund 23 Grad und weniger schwüler. Es gibt von Samstag auf Montag also einen Temperatursturz von rund 10 Grad.

Sind auch Gewitter möglich?

Am Geburtstag der Schweiz sind Gewitter gebietsweise möglich. Am Sonntag wird es mit einer Kaltfront dann verbreitet nass.

Das Gespräch führte Laura Sibold

Quelle: SRF

31.7.2020

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