Neu in der Themenanlage Australis vom Zoo Basel: Woma Pythons
Seit Ende Dezember zeigt der Zoo Basel in der Themenanlage Australis zwei Woma Pythons (Aspidites ramsayi). Das Terrarium, das zuvor den Grünen Baumpython (Morelia viridis) beherbergte, wurde umfassend saniert und an die spezifischen Bedürfnisse der jüngsten Schlangenart angepasst. Die bodenlebenden Schlangen, die auch gerne klettern, erkunden zurzeit ihr neues Zuhause.
Der Zolli freut sich über eine neue Tierart in der Themenanlage Australis: Kurz vor dem Jahreswechsel sind zwei Woma Pythons (Aspidites ramsayi) eingezogen. Aktuell zeigt der Zoo Basel zwei Männchen in der Schau und hält hinter den Kulissen ein Weibchen. Im Australis-Haus, das die Fortpflanzung als übergeordnetes Thema hat, wird mittelfristig die Zucht mit den Pythons angestrebt. Bei der Fortpflanzung legt das Weibchen etwa zehn Eier, die es mit seinem Körper während zwei bis drei Monaten umschlingt und mittels Muskelkontraktionen (Zittern) warmhält. Dieses Muskelzittern zum Warmhalten der Eier ist ein Python-spezifisches Verhalten; andere Schlangen bzw. Reptilien machen dies nicht. Während der Brut nimmt das Weibchen keine Nahrung zu sich, um seine gesamte Energie auf das Wärmen und Schützen der Eier zu konzentrieren.
Herkunft und Tarnung
Auch wenn die Schlangenart grundsätzlich als dämmerungs- bzw. nachtaktiv gilt, können die beiden Männchen regelmässig beim Erkunden ihrer Umgebung beobachtet werden. In ihrem Herkunftsgebiet, in West- und Zentral-Australien, lebt sie vor allem in trockenen Wüsten und Halbwüsten. Sie gräbt sich gerne im sandigen Boden ein oder zieht sich in verlassene Höhlen anderer Tiere zurück.
Woma Pythons werden ein bis zwei Meter lang. Die Körperfärbung der Woma Python ist variabel und zeigt ein abwechslungsreiches Muster aus gelben, orangefarbenen, braunen bis rötlichen Querbändern. Mit diesen Tarnfarben sind die Tiere optimal an ihren Lebensraum angepasst. Der relativ kleine, gelblich gefärbte Kopf setzt sich kaum vom Körper ab, was sie von anderen Python-Arten deutlich unterscheidet.
Umfassender Umbau
Das ehemalige Terrarium des Grünen Baumpythons (Morelia viridis) musste für die Woma Pythons grundlegend umgebaut werden – von warm-feucht zu warm-trocken. Der Umbau beinhaltete unter anderem Änderungen in den Bereichen Lüftung, Bodenheizung und Licht bzw. UV-Licht. Dank dieser Neugestaltung finden die beiden männlichen Woma Pythons zwischen Sand und Felsen ein optimales Habitat vor.
Gefährdungsstatus
Der Woma Python wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN aktuell als nicht gefährdet (least concern) geführt. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Im Südwesten Westaustraliens sind die Bestände stark zurückgegangen und in Südaustralien ist die Art inzwischen nur noch selten zu beobachten. Ursachen sind der Verlust von Lebensraum durch Landwirtschaft und invasive Raubtiere wie Füchse und verwilderte Katzen, die den Populationen zusetzen.
Quelle: Zoo Basel
Bilder: Zoo Basel
1.2.2026

