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Fokusanalyse Sozialhilfe im Kanton Luzern: Wohnkosten in der Sozialhilfe steigen an

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Wohnen

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Die Wohnkosten beanspruchen einen wachsenden Anteil der Sozialhilfe budgets im Kanton Luzern. Zwischen 2014 und 2023 sind sie um 5,6 Prozent angestiegen. Auch die Kosten für die medizinische Grundversorgung haben zugenommen. Im Asyl- und Flüchtlingsbereich ist die Sozialhilfequote bei den Asylsuchenden und den Personen mit Schutzstatus S rückläufig, wie LUSTAT in der neuen Fokusanalyse zur Sozialhilfe zeigt.

Die neue Fokusanalyse von LUSTAT Statistik Luzern behandelt zwei Sozialhilfe Themen: die Unterstützungsbudgets von sozialhilfebeziehenden Privathaushalten sowie die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich des Kantons.

Wohnkosten steigen – regionale Unterschiede bleiben deutlich

Für armutsbetroffene Luzerner Haushalte erstellt die zuständige Sozialbehörde individuelle Unterstützungsbudgets. Sie errechnet den notwendigen Bedarf an wirtschaftlicher Sozialhilfe anhand der kantonalen gesetzlichen Bestimmungen und den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Die in den Sozialhilfebudgets angerechneten Wohnkosten sind von 2014 bis 2023 teuerungsbereinigt um 5,6 Prozent angestiegen. Die stärkste Zunahme ist mit 13,2 Prozent bei Paaren ohne Kind zu beobachten. Tendenziell ist die Belastung durch Wohnkosten in Zentrums- und Agglomerationsgemeinden höher als in den übrigen Kantonsgebieten. So gingen 2023 bei sozialhilfebeziehenden Haushalten in der Stadt Luzern im Durchschnitt 46,5 Prozent der Unterstützungsbudgets an die Wohnkosten, während es im Entlebuch 41,8 Prozent waren. Die angerechneten Wohnkosten betrugen in der Stadt Luzern im Mittel 1'146 Franken und im Entlebuch 1'026 Franken. Entscheidender Faktor hierfür ist das allgemeine Mietzinsniveau.

Kosten für medizinische Grundversorgung steigen

Die Kosten für die medizinische Grundversorgung sind in den Sozialhilfebudgets von 2014 bis 2023 im Total von 98 auf 113 Franken angestiegen. Dies entspricht einer teuerungsbereinigten Zunahme um 9,7 Prozent. Bei den Einzelpersonen in Mehrpersonenhaushalten hat der Betrag am deutlichsten zugenommen. Bei den Alleinlebenden nahm der Betrag ab.

Sozialhilfequote bei den Asylsuchenden sinkt

2024 wurden im Kanton Luzern 79,7 Prozent der Flüchtlinge mit Asyl und 72,2 Prozent der Asylsuchenden mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt. Fehlende Sprachkennt nisse und mangelnde Qualifikationen erschweren ihnen den Zugang zum Arbeits markt. Seit 2016 hat sich die Sozialhilfequote bei den einzelnen Kategorien im Asyl- und Flüchtlingsbereich unterschiedlich entwickelt. Eine deutliche Abnahme zeigt sich bei den Asylsuchenden (–26,4 Prozentpunkte).

Erwerbsquote der Personen mit Schutzstatus S steigt

2024 lag die Sozialhilfequote der Personen mit Status S im Kanton Luzern bei 76,9 Prozent. 2022 hatte die Quote noch bei 96,3 Prozent gelegen. Die Erwerbsquote von Personen mit Status S nahm von Ende 2022 bis Ende 2024 von 15,1 auf 32,8 Prozent zu. 2024 lebten gemäss zentralem Migrationssystem 4'111 Personen mit Status S im Kanton Luzern – annähernd gleich viele wie im Vorjahr. Die Zahl der Sozialhilfebeziehenden mit Schutzstatus S hat jedoch um 8,7 Prozent abgenommen.

Quelle: LUSTAT Statistik Luzern

10.3.2026

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